Mini-Solaranlagen - Darum setzen immer mehr auf selbst erzeugten Strom


Strom aus erneuerbaren Energien wird zunehmend bedeutsam. Im ersten Halbjahr 2022 betrug ihr Anteil am in Deutschland erzeugten Strom bereits 48,5 %. Von Experten wird der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen zukünftig große Bedeutung beigemessen. Immer mehr Bürger entscheiden aus diesem Grund für eine eigene Mini-Solaranlage auf dem Dach oder Balkon. Wie diese funktioniert und welche Vorteile Ihnen Solarstrom bietet, erklärt der folgende Beitrag.

 

Funktionsweise einer Mini-Solaranlage

Bei einer Mini-Solaranlage handelt es sich um eine Photovoltaikanlage, die über eine nur geringe Fläche verfügen. Sie erzeugen deutlich weniger Energie als große Solarpanels auf dem Dach und werden daher vorwiegend für Balkone eingesetzt. Technisch gesehen funktionieren sie nach dem gleichen Prinzip wie übliche Anlagen. Sonnenstrahlen treffen auf eine Schicht aus Siliziumzellen. Es kommt dort zu einer Anziehung zwischen negativen und positiven Teilchen, durch die Strom erzeugt wird. Über ein handelsübliches Stromkabel wird die von einem Wechselrichter umgewandelte Elektrizität der Mini-Solaranlage mit einer Steckdose verbunden. Auf diese Weise gelangt der Strom in Ihren Haushalt.

 

Rechtliche Rahmenbedingungen der Mini-Solaranlage

Die Installation einer Mini-Solaranlage ist aufgrund der technischen Voraussetzungen auch Laien möglich. In Mietwohnungen muss vorab der Vermieter oder Eigentümer kontaktiert werden. Gibt dieser sein Einverständnis, verlangt der Gesetzgeber eine Registrierung der Anlage. Die Daten müssen bei der zuständigen Bundesnetzagentur im sogenannten Marktstammdatenregister hinterlegt werden. Für gewöhnlich dauert die Anmeldung nur wenige Minuten. Abgefragt werden Informationen zum Hersteller der Mini-Solaranlage, der Betriebsart sowie den Bauteilen der Anlage. Im zweiten Schritt hinterlegen Sie die Daten beim lokalen Netzbetreiber.

 

Mini-Solaranlage in Deutschland: Verbreitung und Marktsituation

In den vergangenen Jahren haben sich die Verkaufszahlen der Mini-Solaranlage gesteigert. Eine Marktforschungsstudie der HWT Berlin in Zusammenarbeit mit EUPD Research ermittelte für die Jahre 2020 und 2021 bis zu 190 000 verkaufte Exemplare. Für das Jahr 2022 wird ein weiterer Anstieg erwartet. Die Autoren verweisen auf mögliche Probleme der Zahl durch Unterrepräsentation, da nicht jede Mini-Solaranlage in Deutschland ordnungsgemäß angemeldet wird.

 

Vorteile einer Mini-Solaranlage

Für Sie als Verbraucher bringt die Installation einer Mini-Solaranlage zahlreiche Vorteile mit sich. In erster Linie hilft sie, den eigenen Strombedarf sicherzustellen und die Energiekosten für den Haushalt niedrig zu halten. Auf dem Markt übliche Geräte erzeugen bis zu 550 Kilowattstunden an Elektrizität. Für einen 2-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3000 kWh ergeben sich damit Ersparnisse zwischen 18 und 20 % durch eine Mini-Solaranlage. Bei weniger kWh im Jahr wirkt sich der Anschluss einer Mini-Solaranlage noch günstiger aus. Ferner benötigt die Mini-Solaranlage keinen Handwerker. Sie kann auch von Laien ohne spezifische Fachkenntnisse in Betrieb genommen werden. Ein wenig handwerkliches Geschick und die richtige Bedienungsanleitung reichen aus.

Einer der bedeutsamsten Vorteile einer Mini-Solaranlage und Photovoltaik allgemein liegt in ihrem Beitrag zum Klimaschutz. Ähnlich wie bei der Windenergie beherbergt die Technik das Potenzial, schädliche Co2-Emissionen einzusparen. Das Fraunhofer-Institut verweist auf die Einsparung von zweistelligen Millionenbeträgen an Tonnen Kohlenstoffdioxid. Insofern steckt großes Potenzial in der Solarenergie.

 

Fazit

Aufgrund ihrer vereinfachten Bauweise eignet sich die Mini-Solaranlage grundsätzlich für jeden Mieter und Hausbesitzer. Experten gehen davon aus, dass beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie sinkende Preise der Branche der Mini-Solaranlage zukünftig einen Boom bescheren werden.

 

Die Quellen zum Artikel: 

https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf

https://www.photovoltaik.eu/solarmodule/eupd-studie-schon-190000-steckersolaranlagen-hierzulande

https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/energy/mini-pv-anlage-solar-strom-balkon-nachhaltig-erzeugen#:~:text=Frage%3A%20Muss%20ich%20meine%20Mini,das%20Marktstammdatenregister%20der%20Bundesnetzagentur%20erfolgen.

https://www.google.de/amp/s/www.homeandsmart.de/wieviel-strom-erzeugt-ein-balkonkraftwerk%3famp=true

 

Dies ist ein Gastbeitrag zum Thema Mini-Solaranlagen.

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